Rezepturtipp der Woche 29/2026
NRF-Vorschriften mit Dithranol überarbeitet

Dithranol unterdrückt die Zellproliferation und wird dermal bei Psoriasis vulgaris angewendet, gelegentlich auch bei Hautwarzen. Für die verschiedenen Therapieformen stehen mehrere NRF-Rezepturvorschriften zur Verfügung. Sie enthalten alle Salicylsäure zur Stabilisierung, ggf. auch als Wirkstoff.
Bislang wurde Salicylsäure als 50-prozentige Verreibung auf Basis von Weißem Vaselin eingesetzt. Dadurch konnte sichergestellt werden, dass keine spürbaren Salicylsäure-Teilchen enthalten sind. Inzwischen steht Salicylsäure als mikrofein gepulverte Rezeptursubstanz zur Verfügung. Sie ist nun für die Dithranol-Dermatika vorgeschrieben. Das halbfeste Salicylsäure-Konzentrat wird weiterhin als Alternative genannt. Ausnahme ist die Warzensalbe: dort wird weiterhin das Konzentrat verwendet. Aufgrund der hohen Salicylsäure-Konzentration ist dessen Verarbeitung praktikabler.
Neu ist auch, dass bei den Salben mit Vaselin ausdrücklich Weißes oder Gelbes Vaselin genommen werden kann.
Dithranol ist lichtempfindlich, deshalb werden die Zubereitungen in Aluminiumtuben abgefüllt. Dosen aus Polypropylen bieten keinen ausreichenden Lichtschutz. Arbeitet die Apotheke mit Rührsystemen, muss die Dithranol-Zubereitung danach in eine Tube umgefüllt werden.
Dithranol-Macrogolsalbe 0,5 % / 1 % / 2 % / 3 % (NRF 11.53.)
Weiche Dithranol-Zinkpaste 0,05 % / 0,1 % / 0,25 % / 0,5 % / 1 % / 2 % (NRF 11.56.)
Rezepturtipp: Welches Vaselin für Salicylsäure-Verreibung 50 %
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