Rezepturtipp der Woche 7/2026
Melatonin-Suspension: in Schritten anreiben

Melatonin ist schwer in Wasser löslich, in der Grundlage für Suspensionen zum Einnehmen (NRF S.52.) liegt es teilweise suspendiert vor. Um beim Mischen mit dem Träger Pulveragglomerate zu vermeiden, werden Melatonin und Siliciumdioxid separat mit Grundlage angerieben und schrittweise aufgestockt. In der NRF-Vorschrift 17.6. ist die Herstellung detailliert beschrieben. Nachfolgend werden die Verdünnungsschritte an einem konkreten Beispiel gezeigt.
Hergestellt werden 100 mL der NRF-Zubereitung, darin sind 0,2 g Melatonin und 0,1 g Siliciumdioxid enthalten.
Siliciumdioxid mit der etwa zehnfachen Menge Grundlage (1 + 10)
- 0,1 g Siliciumdioxid + 1,0 g Grundlage
Siliciumdioxid-Anreibung mit der etwa fünffachen Menge Grundlage (1 + 5)
- 1,1 g Anreibung + 5,5 g Grundlage
Weitere Grundlage ergänzen bis etwa 20 % der Gesamtansatzmenge erreicht sind
- 20 % von 104,1 g sind 20,82 g
- 6,6 g bis etwa 21 g mit Grundlage aufstocken
Melatonin mit der etwa fünffachen Menge Grundlage (1 + 5)
- 0,2 g Melatonin + 1,0 g Grundlage
Wirkstoffanreibung mit der etwa zehnfachen Menge Grundlage (1 + 10)
- 1,2 g Wirkstoffanreibung + 12,0 g Grundlage
- Beide Ansätze mischen und bis 104,1 g mit Grundlage auffüllen.
Ansätze über 200 mL sollen mit einem elektrischen Stabmixer angefertigt werden, da die Anreibung von Hand mit zunehmender Ansatzgröße aufwendiger wird und das Risiko der Entstehung von Pulveragglomeraten steigt. Die Suspension kann dann im Ein-Topf-Ansatz in einem Becherglas hergestellt werden: die Feststoffe und die Grundlage für Suspensionen zum Einnehmen können nacheinander und ohne zwischenzeitlichen Mischvorgang in das Becherglas gegeben und dann gemixt werden. In der NRF-Vorschrift ist das Vorgehen im Abschnitt „Herstellungstechnik und Abfüllung“ beschrieben.
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