Rezepturtipp der Woche 12/2026
Kinder mögen es nicht bitter

Schmeckt nicht, gibt´s nicht? Kleine Kinder, die Oralia mit bitteren oder salzigen Wirkstoffen einnehmen müssen, werden hierbei vehement widersprechen. So findet man in der Zusammensetzung flüssiger Arzneiformen zum Einnehmen in der Regel Süßungsmittel und Geschmackskorrigentien, die die Akzeptanz erhöhen sollen.
Typische bittere Wirkstoffe sind Ibuprofen und Antibiotika. Erdbeer- oder Orangenaromen verleihen der Zubereitung einen ansprechenden Geruch und sollen helfen, den unangenehmen Geschmack zu überdecken. Auch ätherische Komponenten, wie Pfefferminzöl, haben sich in Zubereitungen zur Anwendung in der Mundhöhle und zum Einnehmen bewährt.
Damit Sie auch bei nicht standardisierten flüssigen Zubereitungen einen Überblick über Aromen erhalten, haben wir den gleichnamigen DAC/NRF-Rezepturhinweis um die in Apotheken erhältlichen Ausgangsstoffe erweitert. Dort sind nun auch deren Eigenschaften (lipophil oder hydrophil?) und Einsatzkonzentrationen zu lesen sowie verfügbare NRF-Vorschriften verlinkt, um zum Beispiel Informationen zu ggf. erforderlichen Dispersionsmitteln (wie Macrogol-40-glycerolhydroxystearat) zu erhalten.
Tipp: Aromatisierte Zubereitungen, die im Kühlschrank aufbewahrt werden, sollen vor der Anwendung temperiert werden. Bei Schnupfen soll die Nase geputzt werden, damit das Aroma besser wahrgenommen wird. Salzig schmeckende Zubereitungen werden eher akzeptiert, wenn sie gekühlt eingenommen werden.
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