Rezepturtipp der Woche 14/2026
ISDN bei Analfissuren und Raynaud

Der Wirkstoff Isosorbiddinitrat wird bei Ihnen im Vorratsschrank nicht in Reinform stehen. Er ist hoch explosiv und wird daher nur als 40-prozentige pulverförmige Verreibung auf Basis von Lactose-Monohydrat angeboten. So entsteht eine „phlegmatisierte“ Zubereitung reduzierter Empfindlichkeit, die in der Apotheke zu Dermatika und Rektalia weiterverarbeitet werden kann.
Mit der NRF-Vorschrift 5.9. ist eine 2-prozentige Rektalcreme zur Behandlung von Analfissuren standardisiert. Wird Isosorbiddinitrat (ISDN) beim Raynaud-Syndrom dermal angewendet, werden jedoch Cremes mit 2 bis 10 % ISDN verordnet. 10 % Isosorbiddinitrat, also 25 % der Verreibung, lassen sich in Basiscreme DAC einarbeiten. Die Formel ist im Rezepturhinweis und im Rezepturenfinder beschrieben. Allerdings kann sich die Creme durch den hohen Pulveranteil stumpf und klebrig anfühlen.
Wasserfreie Salben auf Vaselin-Paraffin-Basis können dann besser geeignet sein. Alternativ zur außer Handel gekommenen Isoket® Salbe kann die im DAC/NRF-Rezepturhinweis und im Rezepturenfinder genannte einprozentige ISDN-Salbe mit höherer Konzentration hergestellt werden.
Rezepturhinweis: Isosorbiddinitrat
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