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NEUES REZEPTUR-FORMULARIUM

REZEPTURTIPP DER WOCHE 12/2021

Häufige Fehler bei der Dünnschichtchromatographie

Für die Prüfung von Ausgangsstoffen nach der Alternativen Identifizierung ist die Dünnschichtchromatographie eine häufig verwendete Methode, um die Identität von Ausgangsstoffen festzustellen.
Im DAC/NRF-Werk werden im Kapitel "DAC-Proben" zwei Methoden beschrieben, die in der Alternativen Identifizierung Verwendung finden. In diesen allgemeinen Texten zur DAC-Probe 10 und DAC-Probe 11 werden sowohl die benötigten Geräte als auch die Anleitung zur Ausführung der jeweiligen Methode beschrieben.

 

Nicht jede DC-Entwicklung führt zum gewünschten Ergebnis. Die DAC/NRF-Infostelle erreichen immer wieder Anfragen, wenn die Prüfung nicht funktioniert hat.
Dieser Rezepturtipp soll bekannte, häufige Fehlerquellen aufzeigen, um die Fehleranalyse zu unterstützen.

 

  • Zu Beginn sollte überprüft werden, dass die Durchführung der Methode gemäß den Vorgaben der DAC Probe 10 bzw. DAC-Probe 11 erfolgt ist.

  • Im nächsten Schritt sollte überprüft werden, ob die richtigen Reagenzien verwendet wurden. Bei Reagenzienlösungen sollte die korrekte Zusammensetzung und Herstellung überprüft werden. Hier sei als Beispiel auf den Rezepturtipp „Vanillinhaltige Sprühreagenzien“ verwiesen, der eindrücklich zeigt, wie die Verwechslung des Sprühreagenz zu einem nicht auswertbaren Ergebnis führen kann. Ebenfalls erwähnt werden soll an dieser Stelle die Erklärung des Reagenzienkürzel und wo die jeweiligen Reagenzien beschrieben werden.

  • Die Auswahl der richtigen DC-Platte sollte überprüft werden. Derzeit werden beispielsweise keine octadecylsilylierte Kieselgel DC-Platten in der Alternativen Identifizierung verwendet.

  • Ein Augenmerk sollte auch auf dem Fließmittel liegen. Die richtige Zusammensetzung und richtiges Mischen sind entscheidend für die erfolgreiche Entwicklung der DC-Platte. Das Fließmittel sollte daher immer frisch hergestellt werden.

  • Beim Auftragen der Probe- und Referenzsubstanzen muss darauf geachtet werden, dass diese vor dem Auftragen vollständig gelöst vorliegen und das Lösungsmittel nach dem Auftragen vollständig verdunstet ist.

  • Ein weiterer Grund für abweichende Ergebnisse könnte sein, dass Vorgaben der Prüfvorschrift nicht beachtet wurden, die vom „Standardvorgehen“ abweichen, wie die Entwicklung ohne Kammersättigung oder zweifach Entwicklungen.

  • Als mögliche Fehlerquelle kommt auch die Dauer des Erhitzens sowie die Temperatur dabei in Frage. Zu kurzes oder zu langes Erhitzen kann die Auswertung erschweren, ebenso wie eine falsch gewählte Temperatur.

 

 

 





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