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DEUTSCHER ARZNEIMITTEL-CODEX
NEUES REZEPTUR-FORMULARIUM

NEWSLETTER KALENDERWOCHE 49/2012

Methylrosaniliniumchlorid ist nicht Methylviolett

Die kationischen Triarylmethanfarbstoffe Methylviolett und Methylrosaniliniumchlorid werden wegen ihrer antimikrobiellen und antimykotischen Wirkung bei Haut und Schleimhautinfektionen verordnet. Dabei ist zu beachten, dass für Methylviolett (Synonyme: blaues Pyoktanin®, Gentianaviolett B) keine zeitgemäße Prüfvorschrift im Arzneibuch beziehungsweise DAC mehr existiert. Ältere Prüfvorschriften lassen zum Teil nur unzureichende Reinheitsprüfungen ausführen.

 

Die Qualität eventuell erhältlicher Substanz und die Validität entsprechender Prüfzertifikate sind fragwürdig für die Arzneimittelherstellung. Die Methylviolett-Vorschriften sind deshalb im NRF gestrichen worden. Der Hauptbestandteil des Methylviolett ist Methylrosaniliniumchlorid (Synonyme: Kristallviolett, Gentianaviolett), das als Rezeptursubstanz im Europäischen Arzneibuch monographiert ist. Steht Methylrosaniliniumchlorid in Arzneibuchqualität zur Verfügung, ist Methylviolett nach Arztrücksprache dadurch zu ersetzen (vgl. NRF-Vorschrift 11.69.).

 

Informationen zur Rezeptur finden Sie in den NRF-Rezepturhinweisen zu «Farbstoffen».






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