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NEWSLETTER KALENDERWOCHE 17/2012

Haftpasten: Wenn es kleben bleiben soll

Haftpasten können als wirkstofffreie Zubereitungen zur Haut- und Schleimhautprotektion angewendet werden. Häufig sind sie aber auch Grundlage für Wirkstoffe. Solche Präparate spielen zum Beispiel bei Erkrankungen der Mundschleimhaut eine wichtige Rolle. Eine davon ist der sogenannten Lichen planus mucosae, der sich in Form netzförmiger weißer Plaques zeigt, die stark brennen und Schmerzen verursachen können.

 

Das NRF enthält drei Haftpasten-Rezepturen zur Behandlung dieser Erkrankung:

  • Tretinoin-Haftpaste 0,05 % / 0,1 % (NRF 7.9.)
  • Triamcinolonacetonid-Haftpaste 0,1 % (NRF 7.10.)
  • Betamethasonvalerat-Haftpaste 0,1 % (NRF 7.11.)

 

Die Grundlage der wirkstoffhaltigen Haftpasten im NRF ist die Hypromellose-Haftpaste 40 %, die im Abschnitt «Stammzubereitungen» unter Ziffer S.42. geführt wird.

 

Haftpastengrundlagen sind üblicherweise aufgebaut aus einer hydrophoben Matrix wie Vaselin oder Hydrophobem Basisgel DAC sowie einem hydrophilen Gelbildner in hoher Konzentration. Bei Kontakt mit Feuchtigkeit quillt dieser und die Paste entfaltet ihre Haftwirkung. Gegenüber Hydrogelen ist die Verweildauer des Wirkstoffs auf der Schleimhaut verlängert. Da der Gelbildner in seiner Struktur nicht sehr fein ist, haben Haftpasten eine marzipanähnliche Konsistenz. Das beeinträchtigt die Anwendung nicht, sollte dem Patienten aber erklärt werden.

 

Rezepturbeispiele für unterschiedliche Haftpasten und weitere Informationen finden Sie in den NRF-Rezepturhinweisen zu «Schleimhauthaftpasten und -gele».






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